Presse:IEU Studie

Der IEU-Modernisierungskompass 2011

Management Summary

  • Der IEU-Modernisierungskompass 2011 bietet eine wissenschaftlich fundierte Grundlage, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis verschiedener energetischer Sanierungsmaßnahmen einzuschätzen.
  • Die Studie geht der Frage nach, ob die mit einer energeti-schen Modernisierung an der Gebäudesubstanz verbundenen Kosten in einem angemessenen Verhältnis zur verfügbaren Wohnkaufkraft und der Lebenssituation verschiedener Eigentümerhaushalte stehen.
  • Ziel der Studie ist es, für unterschiedliche selbstnutzende Eigentümer-Haushaltstypen im Rahmen einer Kosten-Nutzen-Analyse verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz zu evaluieren.
  • Dazu wurden sieben prototypische Haushalte unter-schiedlicher Einkommens- und Altersstruktur untersucht. Die Haushaltstypen wurden dabei nach inhaltlichen Kriterien gebildet, beispielsweise dass sie in den nächsten Jahren vor der Entscheidung stehen, ihr Gebäude zu modernisieren oder die Heizungsanlage auszutauschen.
  • Ausgehend von den Gebäudetypen, in denen die betrachteten Haushalte leben, werden verschiedene Modernisierungspakete beschrieben. Auf Grundlage dieser Pakete findet die Kosten-Nutzen-Betrachtung statt.
  • Im Modernisierungskompass 2011 werden sowohl Einzelmaßnahmen anlagenseitiger Art (Austausch der Heizungsanlage), als auch rein bauliche Maßnahmen (Dämmung der thermischen Gebäudehülle) sowie kombinierte Maßnahmenbündel (bauliche und anlagenseitige Sanierungsmaßnahmen) hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit untersucht.
  • Untersucht wurden für alle Haushaltstypen jeweils 13 Modernisierungsvarianten, immer ausgehend von einem einheitlichen Ausgangszustand (ungedämmt, Erdgas-Altkessel).

Wesentliche Ergebnisse:

  • Die Erneuerung der Heizungsanlage weist grundsätzlich eine kürzere Amortisationszeit auf als Dämmmaßnahmen an der thermischen Gebäudehülle.
  • Vor allem ältere Menschen sowie Haushalte mit niedrigen bis durchschnittlichen Einkommen können mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit nur die Heizungssanierung in Betracht ziehen.
  • Die Erdgas-Brennwerttechnik ist bei allen sieben betrachteten Haushaltstypen mit dem geringsten Investitionsvolumen und der kürzesten Amortisationsdauer verbunden.
  • Die Heizungserneuerung mit Brennwerttechnik ist besonders attraktiv, denn sie ist auch von Haushalten mit geringen finanziellen Ressourcen realisierbar.
  • Der Austausch der Heizungsanlage gegen eine Erdgas-Brennwertheizung mit solarer Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung belegt im Vergleich der betrachteten Alternativen den zweiten Platz und stellt somit ebenfalls eine bezahlbare und zusätzlich besonders umweltschonende Variante dar.
  • Die Durchführung umfangreicher Dämmmaßnahmen an der thermischen Hülle des Gebäudes, ohne parallel auch die Heizungsanlage zu erneuern, ist für alle sieben Haushaltstypen im Betrachtungshorizont von 30 Jahren unwirtschaftlich.
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